AG Senioren
„LützelTreff 60plus“
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Aktuelles Thema – 18.6.2025:
Plauderbänke in Lützel:
Brief an die Stadtverwaltung, Antrag und Pressemitteilung
„Ich hätte nie gedacht, dass es so still werden kann.“
Renate Müller über die Einsamkeit beim Älterwerden in Lützel
Lützel. Renate Müller ist 81 Jahre alt. Sie lebt allein in einer Wohnung nahe der Eisenbahnunterführung in Lützel. Früher war sie mittendrin im Leben – im Kirchenchor, bei Gemeindefesten, aktiv bei den Bombenfesten in den 1970er Jahren. Heute fällt es ihr schwer, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, sich zu motivieren.
Aufgewachsen in den Nachkriegsjahren verbrachte sie ihre Kindheit zwischen der Mayener Straße und dem Güterbahnhof, wo ihr Vater als Rangierer arbeitete. Später wohnte sie mit ihrem Mann Heinrich viele Jahre in einem Altbau am Brenderweg. Auch Heinrich war Eisenbahner.
Nach seinem Tod zog sie in eine kleinere Wohnung. Sie vermisst den Chor, doch ihre Stimme ist brüchig geworden. Und die Beine wollen auch nicht mehr so richtig. Früher traf man sich beim Einkaufen in den vielen kleinen Geschäften im Viertel. Heute bleiben oft nur Erinnerungen.
„Ich dachte nie, dass ich mal einsam werde“, sagt sie. „Ich war immer unter Leuten.“
Der Name „Renate Müller“ ist frei erfunden. Doch das Schicksal ist real: In Lützel leben schätzungsweise 300 bis 400 ältere Menschen zurückgezogen und oft vereinsamt. Unsichtbar für die Öffentlichkeit – und vielfach ohne jede Unterstützung.
LützelAktiv e.V. will das ändern. Wir bringen Menschen zusammen, schaffen Treffpunkte und Begegnungen. Damit Lützel ein lebenswerter Stadtteil für alle bleibt – auch im Alter.
Das Thema Alterseinsamkeit ist eines von vielen der AG „LützelTreff 60plus“.
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Stichwort „Alterseinsamkeit“
